MUVIRA

„Musikalische Praxen und virtuelle Räume“ war ein Projekt (2018) des Instituts für Musikpädagogik der Universität zu Köln (Dr. Thomas Busch, JProf. Dr. Peter Moormann) und des Grimme-Instituts (Wolfgang Zielinski) im Rahmen des Grimme-Forschungskollegs der Universität zu Köln, das aus Mitteln der Landesregierung Nordrhein-Westfalens gefördert wird. Das Grimme-Forschungskolleg setzt sich seit 2014 „beobachtend, forschend und vermittelnd mit aktuellen Fragen digitaler Kommunikationskulturen und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auseinander“ (Grimme-Forschungskolleg, 2019). Durch das Zusammenspiel der beteiligten Forschenden aus der Universität mit Mitarbeiter*innen des Grimme-Instituts entstand in diesem Projekt eine angewandte Forschung, welche die Perspektiven von Expert*innen aus Forschung, pädagogischer Praxis, Medienpraxis und Medienpädagogik sowie Studierenden einbezog und zu diesem Zweck Seminare, Vorträge, Konzerte und einen Workshop umfasste.

Zudem entstand der Sammelband „Musikalische Praxen und virtuelle Räume“ (siehe aktuelle Publikationen).

Die Leitfragen des Projektes sind zentral für eine zukunftsorientierte musikalische und musikpädagogische Praxis: Wie erschaffen Jugendliche virtuelle Räume durch die Produktion von Musikvideos und das Teilen von musikbezogenen Geschmacksurteilen auf YouTube? Was für Räume entstehen durch die kollaborative Musikproduktion auf Kompositionsplattformen oder gemeinsames Live-Musizieren über das Internet? Öffnen virtuelle musikbezogene Praktiken neue Chancen für musikalische Teilhabe? Wie sind die Machtverhältnisse: Wer kann welche Räume unter welchen Voraussetzungen mitgestalten? Und: Wie entstehen im virtuellen Raum auch musikbezogene transkulturelle Räume? Welche Möglichkeiten bieten Virtual Reality und Augmented Reality für musikpädagogisches Handeln – welche bieten Games und Gamifizierung?

www.grimme-forschungskolleg.de